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Wer sich eingehender...
mit den großen und weniger großen Kumpels da draussen
beschäftigt, weiss, dass man bei deren Beobachtung (mein Teli ist seit 1998 ein 114-mm-Newton mit
900 mm Brennweite) viel Freude haben kann.
Aber dann gibt es da noch die raren Ereignisse, bei denen man ansatzweise bis heftig aus dem Häuschen gerät...
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Das war die SOFI am 11.8.99 in Reims...
Nachdem wir uns am Vortag gegen 16:00 in Berlin-Charlottenburg eingeschifft hatten, wurde schon
morgens darauf Chalons sur Marne erreicht, wo es mal mehr, dann auch mal weniger nieselte.
Auf dem Weg nach Reims (6:45 - 7:42) gingen anfangs Schauer nieder. Das hinderte aber den
freundlichen Schaffner nicht daran, per Zugmikrofon den Reisenden 'une eclipse
spectaculaire' (oder so ähnlich) zu wünschen.
In Reims dann wurden die Himmelsschleusen geschlossen. Gegen 9:30 kam die Sonne kurz durch, wir
konnten den Beobachtungspunkt an einer Brücke am Aisne-Marne-Kanal festlegen (einige 100 m
abseits der Kathedrale, die wir zuvor besichtigt hatten).
Der Countdown läuft...
10:25
Der Himmel hängt voller Stratocumulus (eine Wolkenart, die ich auch in Berlin
schon innig ins Herz geschlossen habe)
11:06
Beginn des ersten Kontaktes.
11:25
Es wird konvektiver, und in Lücken ist blauer Himmel sichtbar.
11:32
Mit dem Feldstecher und den aufgesetzten Filtern kann die partielle Verfinsterung gut
beobachtet werden.
11:50
Die Wolkenlücken werden größer.
12:05
Das Licht wird fahl-bläulich - ein Effekt, der die Nackenhaare elektrisiert. Noch
wird es nicht nennenswert dunkler.
12:10
Im Norden macht sich ein Cumulonimbus auf den Weg. Die Sonnensichel hat zunehmend mit
Wolkenfetzen zu tun, ist aber noch zu sehen.
12:14
Die kleine Sichel ist noch sichtbar.
12:22
Der Cumulonimbus zieht zwar mit seiner Masse nach Südwesten vorbei, der
Randbereich reicht aber, um die Sonne zu verdecken. So'n Mist! Es wird immer dunkler, Schwalben und
Mücken verhalten sich 'abendlich'. Noch ist Hoffnung auf ein Aufreissen im letzten Moment...
12:25
Nix! Die Totalität setzt ein. Binnen weniger (etwa drei) Sekunden kommt es zu
einem markanten Helligkeitseinbruch, Andrea hatte beobachtet, daß dies von West nach Ost
fortschritt. Ich hatte den Eindruck, als würde ein Dimmer rasch (in zwei Schüben)
heruntergedreht. Es ist dunkel wie in der späten Dämmerung. Nach Osten in Richtung
Kathedrale sind deutliche Wolkenlücken, dort kommt Freude bzw. Jubel auf. Andrea hatte zweifache
Begeisterung bemerkt, wobei es beim ersten Mal noch nicht völlig dunkel war. Dies könnte
wegen des Perlschnur-und/oder Diamantringeffekts gewesen sein.
Links unterhalb der verdeckten Sonne wird ein heller Himmelskörper sichtbar, vermutlich
Venus.
Zeigt sich wenigstens eine kleine Lücke?
12:27
Nein! Mit einem Flash (Andrea:'Als würde ein Vorhang beiseite gezogen')
wird es wieder hell. Ich bin richtig böse (grins, aber in dem Moment war ich's schon), eine
englischsprachige Family vor uns schwelgt auch in Enttäuschung (so hatte es jedenfalls Andrea
gesehen), und ein einheimisches Seniorenpärchen nimmt es gelassen-philosophisch. Die kleine
Menschenmenge, die sich auf der Kanalbrücke versammelt hatte, verläuft sich wieder.
12:32
Die Sonne (d.h. die Sichel) blinzelt durch eine Lücke.
Gegen 13:00 haben wir fertig, lümmeln auf der Banke und trösten uns mit einem
vorzüglichen halben Fläschchen Champagner (ein Desbordes-Amiaud aus Ecueil/Marne). Danach
ging's uns schon fast wieder gut.
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Sturm am Lietzensee! (Leoniden 18.11.1999)
Die Wetterlage war miserabel: Um die Monatsmitte setzte ein Kaltluftvorstoß über das
Nordmeer und die Nordsee nach Süden ein, in dessen Verlauf am 17.11. ein Tief über
Dänemark wetterbestimmend wurde. So kam es am Vormittag zu den ersten Schneefällen in
Berlin, die gegen 14:00 aufhörten. Es blieb aber dicht, und H.Vogt (der diensthabende
Meteorologe) erklärte, daß mit auflockernder Bewölkung bei derartiger Nähe zum
Tief nicht zu rechnen sei, 'und im November schon gar nicht.'
15:00
An der Monumentenbrücke erahnt Andrea den Himmel durch die Wolken.
15:20
Ich sehe aus dem Institutsfenster, am Südwesthorizont zeigen sich kurz
schüchterne Wolkenlücken, durch die sich die Sonne zwängt.
17:20
Aufbruch nach Hause, im Südosten begrüßt mich ein schwächlicher
Mond, der auch bald wieder von den Wolken geschluckt wird.
20:00
Das Terrain wird sondiert; ein Platz am westlichen Ufer des Lietzensees (mein Haussee
in Berlin-Charlottenburg) gegenüber des Kuno-Fischer-Platzes wird für nett, weil einen
weiten Blick nach Osten gestattend, befunden. Die Wolken sind weiterhin dicht, gelegentlich aber auch
an der Basis strukturiert. Noch gelegentlicher zeigen sie Anzeichen für Auflockerung,
darüber befindet sich aber mittelhohe - und latürnich ebenfalls dichte - Bewölkung.
Die tiefen Wolken ziehen straight O-W.
21:30
Andrea kommt und berichtet von leichtem Regen.
22:50
Der Blick aus dem Fenster: dicht!
23:45
Aber nun größere Lücken. Jupiter und Saturn sind sichtbar, die tiefen
Wolken kommen nun eher aus 300°.
1:15
Aufbruch in subarktischer Verpackung.
1:30
sind wir am Ort, die Bewölkung ist wieder geschlossen.
1:40
Eine 30-sekündige Regen- und Graupelhusche beehrt uns.
2:00
Die Wolken zeigen deutliche Strukturen, und einzelne Lücken fegen vorbei, durch
die sogar der eine und andere Stern plinkert. Über dem See scheinen sich die Lücken jedoch
tendenziell wieder zu schließen (Energie- und Wasserdampfinput?). Dann wird's jedoch
erneut dicht, wir stimmen uns vorsichtig auf einen baldigen Aufbruch ein ('Alles
Fehlanzeige'), bis dann jedoch nach
2:30
erneut Lücken heranziehen. Es wird besser...
2:50
Eine große Auflockerungszone erreicht den Lietzensee! Die Bewölkung geht
auf 3 bis 4/8 zurück.
2:52
Ich habe den Radianten im Rücken und sehe in Zenitnähe den ersten Leoniden.
Die visuelle Grenzgröße liegt bei 3.9 mag (zeta Aur). Es geht nun Schlag auf Schlag, die
Leos zischen diskontinuierlich, aber in großer Zahl über den Himmel (Rate deutlich
höher als 1 pro min, eher 5 bis 10, dabei scheint nach einem heftigen Auftakt die Aktivität
leicht zurückzugehen). Sie haben kurze und helle Bahnen, die oft nachleuchten. Wenige Meteore
haben längere Bahnen (etwa 2-3 mal länger).
3:05
Andrea sieht eine sehr helle Feuerkugel, die in SSW in der Nähe des
Oriongürtels verlöscht. Sie ist räumlich ausgedehnt und hat eine helle gelbe Farbe,
zum Zentrum hin spielt die Farbe ins Orange. Die Kugel ist trotz anwesender dünner Wolken
sichtbar, die Lichtmenge und -intensität entspricht etwa einem Vollmond in Horizontnähe
(also ~ -8 mag!)
3:10
Die Lücken beginnen sich wieder zu schließen.
3:30
Es ist erneut dicht, nichts geht mehr, und die Plünnen werden gepackt.
Nachtrag: Wie der IMO-Presseerklärung vom 18.11., 7:00 UT entnommen werden konnte, handelte es
sich tatsächlich um einen Meteorsturm! Mit einer Spitze von 5000 +- 1100 ZHR war es das
zweitstärkste Ereignis des Jahrhunderts, nur noch übertroffen vom legendären
Leonidensturm 1966 in den USA (ZHR ~ 150000!). Der Peak des 99er-Sturms wurde zwischen 3:00 und 3:15
registriert - unglaublich.
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Nordlichtiges, gesichtet am 7.4.00
Es war für Innenstadtverhältnisse mit einer visuellen Grenzgrösse von 4.5 mag eine
leidlich dunkle Nacht, aber so richtig viel hatte ich nicht erwartet, als ich nach Mitternacht mit
dem Teli noch mal in den Virgohaufen wollte.
Kaum hatte ich M 85 begrüsst, war's das aber auch schon, alldieweil irgendwas im Augenwinkel
nicht stimmte. Ich schaue hoch, es ist
1:20
In Nordwest steht ein rötliches, relativ breites Band am Himmel. Ich bin
zunächst etwas, na ja, ziemlich begriffsstutzig. Als mir dann doch klar wird, was sich da tut,
bin ich entgeistert und verharre ausgesprochen lange in diesem Gemütszustand.
1:30
Die Struktur verlagert sich nach Nordosten, der Himmel wirkt rosa mit eingelagerten
helleren Bändern. Erstreckung des Phänomens von 30° Höhe bis in den Zenit.
1:35
Die Erscheinung verblasst.
1:37
Ein neues, relativ helles Leuchten taucht nördlich von Capella auf, verlagert sich
gen Norden und wird wieder schwächer.
1:45
Nördlich von Castor und Pollux ist es relativ hell, ich habe den Eindruck einer
leicht flackernden Streifigkeit.
1:47
In Nordosten ist es sehr hell, diese Struktur weist eine scharfe Kante
nach Osten auf.
1:50
Ein mäßig breites rosa Lichtband erstreckt sich aus der Region nördlich
von Deneb bis in rund 70° Höhe.
2:00
Die Show geht weiter! In 60° Höhe gegen Nord ist ein flächiges, diffuses
Leuchten zu sehen, dieses wird Richtung Cygnus etwas heller.
2:05
Nun wird es gen Nordosten heller, wobei die Erscheinung erneut streifig wird.
2:15
Helle Lichtbänder tauchen bei den Dioskuren auf, sie weisen von 20° Höhe
in Richtung Zenit.
2:30
Licht in Nordwesten und Nordosten, letztgenanntes nördlich von Deneb ist hell und
streifig.
2:34
Finale in Form von sehr hellen Lichtbändern im Nordosten.
All in all war der Farbeindruck dunkelrosa, fahlbraun oder rötlich, und das zu den genannten
Zeiten deutlich. Ausserhalb dieser Zeiten war das Licht schwächer und diffuser.
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Ziemlich tiefer Himmel (Quasar 3C273)
In der Nacht von 5. zum 6.5.2000 ging es in die Gatower Rieselfelder, die Bedingungen waren
überdurchschnittlich, denn selbst ich kurzsichtiges Wesen bin im UMa bis auf 5.5 mag hinunter
gekommen.
Zunächst war erfolgreiches Warmschauen angesagt, bis wir dann zwischen 23:45 bis 0:15 zum
vorbereiteten (sollte man unbedingt, denn im Schweinsgalopp wird dat nix!) Werk schritten.
Start war bei eta Vir, von da ging es per Sucher nach Nordosten. Nachdem die Region um das Paar PPM
158927/16 gefunden wurde (die beiden sind 8.6 bzw. 9.9 mag hell, die Orientierung dauerte hier
etwas), ging es an das 35mm-Oku (26x), und die vorbereitete Aufsuchkarte wurde konsultiert.
Weiter nach Westsüdwest, PPM 159889 (10.2 mag) entgegen. Nach dessen Identifikation Wechsel zum
5mm-Oku (180x). Der genannte PPM-Stern musste am Ostsüdost-Rand des Bildfeldes gehalten werden,
nächster Akt: Erkennen von GSC 282183 (11.8 mag) am westlichen Rand. Nördlich davon GSC
282115 (12.5 mag), ging mal gerade so eben.
Dann auf 60% von GSC 282183 zum PPM-Stern liegt GSC 282238 (ebenfalls 12.5 mag), 3' nördlich
davon schließlich der Quasar. 3C273 war indirekt gut, d.h. zeitlich weitgehend und eindeutig
sichtbar, direkt war der Bursche hingegen schwer an der Sichtgrenze, aber doch wiederholt zu
erkennen.
Andrea und ich haben mehrfach und unabhängig voneinander den Eindruck gewonnen, als sei 3C273
eine Spur leichter zu erkennen als GSC 282238. Dem entspräche etwa eine Stufe nach ARGELANDER
(~0.2 mag), somit käme der Quasar auf etwa 12.3 mag.
Und noch was: Eine Rotverschiebung von 15.8% entspricht bei einer Hubble-Konstanten von 74 km/(s
Mpc) einer Distanz von ca. 2.1 Milliarden Lichtjahren. Da is nich mehr viel zu sagen...
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Siebene auf einen Streich (Markarians Chain)
Ich mag ja das Frühjahr. Trockene Luft, nicht mehr frieren (jedenfalls nicht mehr so sehr) und
neues lichtschluckendes Grün an den Bäumen - deepskytechnisch einfach prima.
Entsprechend waren wir am 11.5.2001 in Gatow und zunächst vom Radau der Frösche und
Nachtigallen schwer beeindruckt. Dann ging es aber bei einer visuellen Grenzgröße irgendwo
zwischen 5.2 (sicher) und 5.5 mag (unsicher) in den Galaxienhaufen der Virgo.
Nach Warmschauen bei M 99 folgte der Hauptact, nämlich Markarians Galaxienkette mitten drinne im
Virgohaufen. Wir haben die Viecher peu a peu ins Oku geholt (mit dem 35mm sind wir die Kette hoch-,
mit dem 12.5mm wieder zurückgefahren), bis bei 26x (1°50' Bildfeld) nicht weniger als 7
Tierchen gleichzeitig zu erkennen waren. Ziemlich prima, das!
M 84 / M 86:
26x: Hell und sehr leicht mit ausgeprägtem Kern und flächigem Hof. Andrea sieht M 84
heller, M 86 ausgedehnter.
72x: Sehr hell, besonders die Kerne. Beide schätze ich auf ca. 2'.
Nach Osten hin folgt ein enges und relativ schwaches Paar, und zwar
NGC 4435 / 4438:
26x: Klein in SN-Anordnung, die Zentren sind durchaus relativ hell.
72x: Unmittelbar benachbart, hell und flächig. NGC 4435 scheint leicht heller zu sein.
Von da geht es 30' nach NE zu einem weiteren (auch optisch) Paar.
NGC 4473 / 4477:
26x: Auch diese sind klein, durch ihre recht hellen Kerne aber gut zu erkennen.
72x: Klar sichtbar und heller als vorangegangene Paar. Die beiden kommen auf je 1'.
Abschluss der Kette dann 25' weiter nördlich bei
NGC 4459:
26x: Trotz Lage 2' NWlich eines Sternes mit 9mag relativ auffällig.
72x: Hier ist die Galaxie zwar strukturlos, aber eindeutig und recht hell.
Für den Abend war das nicht mehr zu toppen, und so kam mit M 87, M 89 und M 90 nur noch nettes
Schaulaufen dran. Irgendwann war es dann nach eins, und es rief die Klappe.
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Schwein gehabt (Leoniden 18.11.2001)
Am Vorabend war noch alles dicht - Kunststück bei der miesen Wetterlage. Aber das hatten wir ja
1999 schon mal, also nicht verzagen. Trotzdem - seinerzeit haben wir zur Zeit des prognostizierten
Peaks Ausschau gehalten, und diesmal wurde der erste Schauer erst für den hellen Vormittag
erwartet.
Weckzeit 4:30, Blick aus dem Fenster: Die Wolken strukturiert mit erkennbaren
Lücken. Es sollte zum Berliner Teufelsberg gehen, dessen 'Talstation' wir gegen
5:50 erreicht hatten. Auf dem Weg wurde der Himmel stetig besser, und am Ort hatten wir
über dem Haupte (und nicht nur da) ein grosses, wolkenfreies Areal.
Aufstieg 5:50 - 5:55: Unversehens ein Spektakel. In den fünf Minuten am Hang
haben wir sechs Leos zu Gesicht bekommen, und zwar im Gebiet zwischen dem Radianten, Taurus und dem
Horizont. Die Leos waren hell bis sehr hell, teilweise mit Leuchtspur, eine davon war goldgelb.
Wuchtbrummen!
Oben angekommen Aufbau, denn es sollte fotographiert werden. Leider wurde daraus nichts, da schnell
von WNW ein neues Stratocumulusfeld heranzog. Deshalb konnte auch keine Grenzgröße
bestimmt werden, ich schätze den Himmel aber auf wenigstens 4.5 mag, evtl. besser, was für
Innenstadtnähe nicht schlecht ist.
Immerhin zeigten sich aber weitere sporadische Leos in Wolkenlücken bzw. dem abgezogenen
Wolkenloch nach E hin. Gegen 6:30 haben wir den Abbau begonnen, aber die Show war
immer noch nicht zuende, denn um 6:41 hatte Andrea tatsächlich noch im
SW-Quadranten durch dünne Wolken hindurch zwei (zumindest für diesmal) finale Leoniden
gesehen.
Es ist somit aktenkundig: Das zweite Mal nach 1999 hat unsereins trotz Gurkenwetter Schwein gehabt.
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Grüße von der Adria... (Leoniden 19.11.2002)
... hat uns das Wirbelchen Verena in Form eines freundlichen Wolkenaufzugs auf den Weg gebracht - aber irgendwie hätte man darauf auch verzichten können.
Dabei war's auf dem Weg zum Teufelsberg bis etwa 4:30 sogar noch den Umständen entsprechend erträglich: Mond, Jupiter und die hellsten Sterne konnten durch das dünne Gewölk gesehen werden. Insofern hatten wir zu dem Zeitpunkt noch Hoffnung, wenigstens die hellsten Leos mit zu bekommen.
Am Fuß des Berges Wildschweingrunzen, aber wir wollten natürlich schlauer sein als die Viecher.
Ruff uff den Berg, und oben: na klar, massive Wolkenverdichtung (die Wildwutzen haben's wohl schon gewusst, aber man hört einfach nicht auf's Getier).
Trotzdem ätsch: Gegen 5:10 habe ich definitiv einen Leo-Flash (gen Süden, 60° Höhe) durch die dichten Wolken erkannt, obwohl zu dem Zeitpunkt nicht mal Jupiter eine Chance hatte. Insgesamt habe ich über die Zeit auf dem Berg hinweg (4:40 - 5:30) noch etwa eine Handvoll schwächerer Leos als diffuses Leuchten gesehen, eine Zahl, die unabhängig von mir so auch von Andrea bestätigt wurde.
Schade, um es mal philosophisch auszudrücken.
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Stand: 21.11.2002
Astronari ist die Deepsky-Spielwiese von
Steffen Naumann
Steifensandstr. 3
14057 Berlin
Germany
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